LIVE-Lesung - Musik - Doppelte Buchpräsentation


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2016:  
Bekanntgemacht jeweils über örtl. Presse
 z. B. 100. Geburtstag von Gottfried Glechner - Lesung in Altheim am So. 3. Juli 2016
 100. Geburtstag von Gottfried Glechner - Frühschoppen mit Lesung Braugasthof Wurmhöringer in Altheim, am So. 3. Juli 2016, 10h   Info unter:
https://allevents.in/altheim/glechner­liest­glechner/279524949048862#
oder:
http://www.innviertel-
tourismus.at/veranstaltungen/oesterreich/veranstaltung/430138673/fruehschoppen­mit-
lesung.html?von=1467533400&bis=1467583199 
2015: 
Bekanntgemacht jeweils über örtl. Presse
2014: 
Leipzig Fr. 14. März 2014:  2 Autorenlesungen auf der Buchmesse aus Niemand ist in Braunau geboren
  • 10:30 – 11:00 Uhr Literaturcafé Halle 4, Stand B600 
  • ab 18:00  Adler Apotheke Leipzig, Hainstr. 9, 04109, Leipzig (Zentrum)
2013 : 
  • Do  10. Okt. 2013   14h -14h30 :  Frankfurter Buchmesse  Messegelände 4.1 B13 , Live-Übertragung im Literadio  Niemand ist in Braunau geboren
  • Gemischte Lesungen aus Büchern von Wolfgang und Gottfried Glechner: Jan/Sept./Okt. 2013: KiK Ried, Gugg Braunau, Fellnerhof Lambrechten, Stadtmuseum Bad Isch sowie diverse Lesungen in Wien und NÖ

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    Die Bücher:



    Niemand ist in Braunau geboren
    Roman
    Edition Sonnberg, Wien, ca 150 Seiten, € 16.– ISBN 3-9502043-9-1
    ersch ien im September 2013                                   
     

    Obwohl er auf seiner falschen Stradivari nur krächzende Misstöne hervorbringt, ist Wolfgang Glechners verliebter unmusikalischer Braunauer Geigenschüler im Begriff, die Lesebühnen zwischen Innviertel und Wien zu erobern...

     „Nur der Hund des Lehrers folgte unserem Geigenspiel mit sichtlicher Ergriffenheit“, erinnert sich der Ex-Musikant, und fügt illusionslos hinzu: „vermutlich, weil  es ihn instinktiv an die Heulkonzerte seiner wölfischen Vorfahren erinnerte…“

    Warum sich übrigens Bewohner anderer Landstriche etwas darauf einbilden, keine Braunauer zu sein, habe er nie verstanden, sagt der Autor. Oder rühre das immer noch daher, dass ein gewisser Herr mit einem Hitlerbärtchen, der nachher in Deutschland große Karriere machte, zufällig dort das Licht der Welt erblickte?

    Und dann erzählt er einen
    bezaubernden in diesem Innstädtchen angesiedelten Entwicklungs- und Schelmenroman, bei dem man am Ende nur eines bedauert: „Nur“ als Leser oder Zuhörer dabeigewesen zu sein…


    Gottfried Glechner
    Das Gottfried Glechner Lesebuch 

    Die besten Geschichten, Gedichte und Unveröffentliches aus dem Nachlass
    Aumayer Edition Innsalz, 292 Seiten ISBN 978-3-902923-22-6  Hardcover, Format 21x14,5 cm, Preis € 19,80, ausgewählt und herausgegeben von Wolfgang und Gottfried Glechner jun.

    Die seit Jahren vergriffenen berühmten Dorfgeschichten in Neuauflage – und dazu das Beste aus allen Büchern des beliebten 2004 verstorbenen Volksdichters – erstmals in einem Band vereinigt. Und als kleine Zugabe ein paar unveröffentlichte Funde aus dem Nachlass.
    Dass mit diesem „Best of“ ein wichtiger Teil des Werkes Gottfried Glechners rechtzeitig vor seinem 100. Geburtstag 2016 erneut ins Licht gerückt und neu zugänglich gemacht wird, ist der Bemühung der Herausgeber, der Söhne Wolfgang und Gottfried, zu danken, die übrigens auch mündlich – durch ihre authentischen und publikumswirksamen Lesungen – das Werk ihres Vaters pflegen und fortführen, in Live-Veranstaltungen eben so wie in den Radiosendungen „Glechner liest Glechner“                    
    >> G.G.-Homepage
                                                                          Live-Lesung: >>Vo de Stadtleut und von Spinat

    Heimkehr des Odysseus - Sendung So 30.4. (FRO) bzw. Mi 1. 5. (FRS) - Letzte Sendung!

    • Auszug aus: Heimkehr des Bairischen Odysseus (W. G. liest G.G.)
    • Musik: Purcell
    • Rätsellösung: "Vortl" = ein Kunstgriff, Kniff, Trick (eigentlich: Vorteil)
    • Sprecher: C.G.

    Dies war die vorläufig letzte Sendung. Wir danken fürs Zuhören, nicht ohne auf das im September 2013 erscheinende >> Gottfried Glechner Lesebuch hinzuweisen

    Euer Sendeteam

    Eine Lied-Uraufführung - und de Geschicht "Von Spinat" - Sendung Di 23. 4. (FRO) bzw. Mi 24. 4. (FRS)

    • "Unser Goaßi", Radio-Uraufführung Vertonung eines G. G. Gedichts. Komposition, Arrangement und Interpretation: Gottfried Glechner junior 
    • Erzählung "Von de Stadtleut und vonn Spinat", gelesen von W.G.
    • Mundarträtsel Auflösung: An Blanger haben bedeutet, wie eine Leserin richtig geschrieben hat, "einen Guster auf etwas haben", ein "Verlangen" nach etwas
    • Neues Mundarträtsel: Was ist ein "Vortl" ?

        Sauschädel und Bio-Putenwürstel - Sendung Di 16.4. (fro), bzw. Mi 17.4.(frs) 2013

         Unser Sendung steht desmal im Zeichen von Fleisch - nach der Fastenzeit verständlich. Im Mittelpunkt steht Schweinskopf, im Dialekt sagt ma Sauschädl.
        • GG-Geschichte: Siebtens du sollst nicht stehlen
        • Interview mit der 95-jährigen Anna Glechner, vulgo Frahamer Nandl, einer der ältesten Verwandten von Gottfried Glechner. Ihre Enkelin Claudia Glechner hat am Ostersonntag ein Interview mit ihr geführt, bei dem sie sich u.a. an die Zeit erinnert, als Gottfried G. mit Frau Paula und Sohn Wolfgang auf dem Frahamerhof gewohnt hat. Wir bringen einen kurzen Ausschnitt, wo sie u.a. von diesem Sauschädlstehlen erzählt. - Voriges Jahr konnte Anna Glechner die Sendung noch selbst anhören - inzwischen ist sie im 96. Lebensjahr verstorben.
        • "Schweinsköpferl oder Sauschädel", de Gschicht von an Sauschedl steuert der W.G. bei, aus seine eigenen Braunauer Jugenderinnerungen.
        • Ebenso von ihm, gelesen von ihm selbst zusammen mit Anton Kodlin, Autor aus Regensburg, das Dramolett "Bioputenwürtsel"
        •  Unser zu deutendes Wort von der Vorwoche war "Speisgatter": Ein Speisgatter (auch Speisegitter) nannte man in den Kirchen die Absperrung zwischen dem nur den Priestern, Ministranten, Ordensangehörigen zugänglichen Altarraum (Presbyterium, auch Chorraum, Apsis) und dem für das übrige Kirchenvolk (Laien) bestimmten hinteren Teil einer Kirche.
        • Neues Mundarträtselwort: Was bedeutet "an Blanger haben" auf etwas ?

        Winter-Austreiben, Protzstangen und Pfarrergschichten - Sendung Di 9.4. (FRO) bzw. Mi 10.4. (FRS)

        • Sommer-Winter-Spiel (mit Marie und Elena)
        • Musik: Gruppe Squadune - black forest tales
          2 Pfarrergeschichten:
        • Der protzige Palmbaum
        • Orgelmusik: Bach - Passacaglia-c-Moll
        • Das Laster aus Lambrechten
        • Orgelmusik: Bach - Fuga in G-Dur
        • Die Auflösung von unsern Mundarträtsel von voriger Woche: De richtige Antwort is: "Heinßlgrouschn" bedeutet gar nix. Des Wort und des dazugehörige Gerät is extra für an Aprilscherz erfunden wordn - Der erste Teil des zusammengesetzten Wortes allerdings hoaßt natürli scho was - nämlich "Heinßl" und des kommt von "Hengstl" und bedeut "junger Hengst". "Hengst" wiederum geht zurück auf des altgermanische Wort "hangista" für Pferd, Hengst.
        • Mundarträtsel für nächste Wocha: Was bedeutet des Wort: „Speisgatter“?

        Griechisches Triple A: Aphrodite, Ares und Aprilscherze - Sendung Di 2.4. (FRO) bzw. Mi 3.4. (FRS)

        Ist das eine Heinsslkrouschn?
        •  Die Griechenlandreise, 2. Teil der bekannten Geschichte von G.G., gelesen von G.G. jun.
        •  D'Heinßlkrouschn,  Geschichte von G.G., gelesen von W.G.
        • Antwort auf das Mundarträtsel von voriger Woche: Eritag bedeutet so vuil  wia Dienstag. In manche Gegenden sagt ma ah Iada oder Erchta. So wia in den Liad von der Ausred: Am Monda hats gregnt und an Iada hats gschneibt und an Miricha hats mi halt ah net recht gfreit usw.Vielleicht verlier ma an der Stoill a paar Worte zur Herkunft von den Wort – der Herkunft wo Wörter nachzgehn war ja eine Leidenschaft, de unsern Vater sein Leben lang begleitet hat, und de seine Söhne anscheinend von eahm gerbt ham - ah wann i's ohne Ehrgeiz und nur beiläufig betreib, und ohne Anspruch auf wissenschafliche Hieb- und Stichfestigkeit. Ah des Wort Eritag, erinnert i mih genau, hat uns der Gottfried senior folgendermaßen erklärt: Viele unsrere mundartlichen Wochentagsnamen gehn ja auf heidnische Ursprüng zruck, und haben deutliche Bezüge zur Astronomie. Denk ma nur an Sonntag, den Tag der Sonne, oder Montag, Tag des Mondes. Der Dienstag wurde dem Mars zugeordnet, doch das aus dem germanischen stammende "Thingstag" war im bairischen Sprachraum nicht gebräuchlich. Stattdessen verwendete man Eritag oder Irda. Das bairische Mundartwort Ertag (Eritag Erchtag, Irda) geht wohl über gotische Vermittlung auf den griechischen Tagesnamen Areôs hêméra („Tag des Ares“ = Mars) zurück, wobei bei den durch Wulfila zum Arianismus bekehrten Goten der Name des Arius bei der Verbreitung mitgespielt haben dürfte.
        • Neues Mundarträtsel: was is a "Heinßlkrouschn" ? ;-)

        Griechenland, Kunst hat Recht - Ruiss und Mani Matter - Sendung So 26.3. (FRO) bzw. Mi 27.3. (FRS)

        ".. häufti Sachan han scho brocha gwen
        a den Museum und ghöratn hergricht..."
        (zit. aus "die Griechenlandreise")
        • Griechenlandreise1_1, es liest G.G. junior
        • Fliegermarsch
        • Griechenlandreise1_2
        • Griechische Volksmusik
        • Wolfgang G. interviewte Gerhard Ruiss am 20. März im Literaturhaus Wien (Aufzeichnung) zur aktuellen Kampagne der IG-Autoren für korrekten Umgang mit Urheberrechten "Kunst hat Recht"
        • dazuverlinkt >> Sven Regeners Wut-Rede
        • Musik Ruiss - Matter - Prem: Ruiss singt und spielt ein ins Wienerische übertragenes Lied des bekannten Schweizer Mundartdichters und Liedermachers Mani Matter (d'Resi)
        • Die Auflösung von unsern Mundarträtsel von voriger Woche: De richtige Antwort is: "krauti" oder "krautig" bedeutet "frech, übermüati". Desmal hamma koa richtige Zuaschrift kriagt - ah wann oan Zuahörerin des Wort "Rohrnudl" richtig interpretiert hat als Wuchteln, aber des Wort war ja gar net gfragt - deswegen is die folgende Frage ein Doppeljackpot: 
        • Mundarträtsel für nächste Wocha:  Was bedeutet des Wort: „Eritag“?

        Hundsfutter, zahme Hunde und Wilde Worte - Sendung So 19.3. (FRO) bzw. Mi 20.3. (FRS)

        Moderation: Claudia Glechner
        • "Zon Essn geht's" - Gottfried Glechner junior vertont das Gedicht seines Vaters - eine Uraufführung!
        • "Der richtige Arzt für Nero" Wolfgang Glechner liest bei den "Wilden Worten" sein neues Dramolett
        • Interview mit dem Kabarettisten und Liedermacher Richard Weihs
        • Zur Auflösung des Mundarträtsels Folgendes:
        Lieber Fritz, das Wort Reisl hab i als Rätsel ausgsuacht, weil es mir selber ein Rätsel war.
        Bis nächste Wocha muass i's geklärt habm  - oder in der Sendung zugeben, dass ich "auf der Soafn steh";-) 
        Wolfi
        Fritz (Gottfried) hat geantwortet: „Reisl“ erklärt Vater im Glossar des Buches Unser Dorf mit „geflochtenes Strohbündchen zum Dachdecken“
        Wolfgangs Antwort: Danke für die Worterklärung und auch für den Hinweis mit dem Glossar.
        Werd ich vielleicht öfter reinschaun.
        Beim bairischen Odysseus ist ja auch ein umfangreiches Glossar, dort war das Wort aber nicht dabei.
        Das Unwiederbringliche an diesen Sachen ist ja nicht das Wort allein - sondern dass diese ganze jahrtausendealte bäuerliche Wirtschaftsform praktisch verschwunden ist und damit auch das ganze Vokabular, welches zu erhalten ohne die zugehörige Erfahrung fast sinnlos ist. Unser Vater hat diesen Wechsel durch seine Biographie zufällig in voller Breite mitgekriegt, und den historischen Auftrag empfunden und verstanden, diese Welt noch einmal abzubilden, so lebendig und vielschichtig, wie er konnte. Er schreibt im Vorwort zum Bairischen Odysseus selber, dass die 2800 Jahre zurückliegende Welt der homerischen Odyssee sich von der seiner Kindheit weniger unterscheidet als das zeitlich nur ein paar Jahrzehnte entfernte heutige Leben zu Anfang des dritten Jahrtausends. In diesem Bewußtsein des Bewahrens und Erinnerns einer unwiederbringlichen altbewährten Daseinsform überragt Vaters Dichtung die rein wissenschaftliche Arbeit von Konservatoren und Museumsleuten weit an Bedeutung.
        • Das neue zu erratende Mundartwort: Was bedeutet "krauti" , oder auch "krautig"? Vorkemma is's a den Liadl heunt, bei dera kloan Dirn, de allweil so krauti schaut, wer si nuh erinnert.

        Vernunftgebrauch und Gold - Sendung Di 12.3. (FRO) bzw. Mi 13.3. (FRS)

        •  Wia i zon Gebrauche der Vernunft kemma bi (G.G., gelesen von W.G.)
        • Interview mit dem in Wien lebenden "Goldkünstler" Hermann Staudinger aus Schwanenstadt
        • Mundarträtsel Auflösung: Ein "Mari" ist eine Grenzmarkierung
        • Neues Rätsel: Was sind "Reisl"?

          Pfarrer und Beichtgschichten und ein Interview - Sendung Di 5.3. (FRO) bzw. Mi 6.3. (FRS)

          Diesmal mit  zwei Geschichten von Gottfried Glechner:
          • Der neuche Pfarrer
          • De Beicht von der schwaren Sünd 
          • Interview mit dem Medienkünstler Georg Eckmayr 
          Heutiges Mundarträtsel: Was ist ein Mari (gesprochen mit geschlossenem a - fast wie o)
          Auflösung des Rätsels vom vorigen Mal:
          Was bedeutet foiritzen?
          Antwort:
          Ich glaube, es wird nur gebraucht in der Kombination: "es foiritzt" - es schlägt Feuer, Funken, Flammen züngeln heraus.
          Es gehört zu einer Reihe von Wörtern auf "itzen" wie schliefitzen (schleifen), seanfitzen (hinken),  schnofitzen (von schnaufen), blengitzen (blinken) , gigatzen (lautmalend: stottern), Meckitzer (Meckernder Schrei), gnaretzn (knarren), scharretzn (scharren), flodritzen (flattern), pfugitzn (lautmalend: kichern), kragitzen (krächzen) und "achetzn" (wiederholtes Seufzen oder Stöhnen, eig. lautmalend: dauernd "Ach!" sagen ) und hat als "ächzen" sogar Eingang in die Hochsprache gefunden, vgl. ebenso hochsprachlich kiebitzen (heimlich schauen), schnitzen (von wiederholt schneiden), auch das Wiener "Schnitzel" könnte möglicherweise damit zusammenhängen, ritzen (leicht reißen), stiebitzen (stehlen);

          ...itzen scheint überhaupt oft ein sehr einfaches Sprachmittel für den (oft minorisierenden, abwertenden) Ausdruck des (meist lästigen oder wenig erfolgreichen) Wiederholens oder Andauerns, auch als Möglichkeit des zeitwörtlichen Gebrauch von Substantiva und anderen Wörtern.  Ein Zusammenhang mit Wörtern aus slawischen Sprachen oder aus der Gaunersprache ist nicht auszuschließen.
          Wörtbildungen wie diese scheinen im alten Innviertler Dialekt, aber auch in Bayern und Österreich weit verbreitet zu sein. 
          Wer uns weitere Beispiele schicken kann - bitte hier in den Kommentar schreiben.
          Keine Angst - wir wollen Euch nicht in Zukunft mit sprachlichen Überlegungen wie diesen langweilen - unsere laienhaften Überlegungen sind überdies wissenschaftlich weder hieb- noch stichfest - vielleicht hat es euch trotzdem interessiert, mit uns ein wenig  herumzustochern in unsrer Muttersprache - unser Vater Gottfried hat das sehr gerne getan - mit einem gut fundierten wissenschaftlichen background übrigens.
          Gottfried jun. erzählt, dass er sich mit seinem Vater über diese itzen-Wörter einmal unterhalten hat. Und dass die  obigen Überlegungen in die richtige Richtung gehen.

          Möchtegerne und Willensstarke - Sendung Di 26.2. (FRO) bzw. Mi 27.2. (FRS)

          Moderation: Marie und Elena Wipplinger, Enkelkinder vom Gottfried und Töchter von Sohn Gottfried Glechner.
          Zusammenstellung: Gottfried Glechner Junior
          • Fortsetzung der Geschichte "Gstudierte muass á geb'n" von Gottfried; gelesen von Gottfried Gl.Jun.
          • Text von Gottfried: "Von Rauka und von Rauka-a'gwehnn" - gelesen von Gottfried Glechner Jun.
          • Gedicht von Gottfried: "Was ich für ein Hund bin" vertont und interpretiert von Gottfried Gl. Jun
            Neues Mundartworträtsel: Was heißt "foiritzen". Auflösung vom vorigen Mal: Lettn bedeutet schlammige Masse.

          Gstudierte und Hobbychirurgen - Sendung di 19.2.(fro), mi 20.2.(frs)

          Ausschnitt aus einer Live-Aufnahme von der Buchpräsentation "Der Fleischprogrammierer" von Wolfgang G., gelesen von ihm selbst
          • Nackt in der U-Bahn (Ausschnitt)
          • L' ordre national de merité 
          Weiters eine Geschichte von Gottfried, gelesen von Gottfried G. jun.
          • "Gstudierte muaß's ah gebm, Teil 1"
          Neues Mundartworträtsel: Was ist ein "Letten". 
          Auflösung vom vorigen Mal: Gigatzn bedeutet stottern.

          Männersache: Boxen, Militär und Ranggeln - Sendung Di 12.2. (FRO) bzw. Mi 13.2. (FRS)

          kickboxen, boxen, schiedsrichter, ring, lugner city, sport event, galerie, einkaufszentrum, zeichnung, federzeichnung, kritische grafik
          Zu Anfang ein Veranstaltungshinweis:
          >> GLECHNER LIEST LIVE in WIESELBURG
          Faschingslesung als Gast des des Literaturvereins Schriftzug   im Schloß-Gwölberl, am Faschingmontag, 19h 30 
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          Radiosendung Inhalt (Durch die Sendung führt diesmal Claudia Glechner):
          • "Wia der Schuaster Max bein Militär Sport betrieben hat" - Wolfgang Glechner liest die bekannte Gottfried Glechner-Erzählung.
          • Entschuldigen müssen wir uns für einen kleinen Irrtum in der letzten Sendung: "Das Gespräch vom Raabusbus" stammt von Gottfried G., nicht wie in der Sendung irrtümlich angegeben, von Wolfgang G. Und in der jetzigen Sendung haben wir vergessen, das Mundartwort  "gigatzn" zu erklären und ein neues Rätsel aufzugeben. Wird nachgeholt!

          Vom Segen des Fluchens - und unsägliches Blödeln - Sendung Di 5.2. (FRO) bzw. Mi 6.2. (FRS)

          • Wia der Teifi an Pfarrer ghoilt hat - vorgelesen von Gottfried Glechner junior (ca 6min) written by: Gottfried  G. 
          • Musik
          • In der nächsten Geschichte, auch von G. G. sen. (der Moderator nennt irrtümlich W.G. als Autor), ist das Transportgewerbe schon motorisiert. Eigentlich ist es ein Gespräch, ein ziemlich närrisches, das in den Fasching passt, das Gespräch vom Raabusbus. Es liest W. G. (ca. 6 min)  writtenby: Gottfried G.  readby: Wolfgang G.
          • musik
          • Als Letztes haben wir diesmal eine typische Gottfried Glechner Erzählung, aus der Zeit, als er noch ein Kind war, und bei uns in den Dörfern überall die Fuhrwerke noch mit Pferden gezogen wurden. "Afs Kommando kimmts an" heißt die Geschichte, vorgelesen wird sie uns von Gottfried Glechner junior.(ca 6min) writtenby: Gottfried  G. readby: Gottfried G. jun.
          • Mundartwort-Rätsel:
          • Was heißt "gigatzn" ? Auflösung nächstes Mal. Wer uns die richtige Antwort schreibt (Kommentarfunktion auf glechnerliestglechner.blogspot.com) der bekommt je nach Wunsch per E-Mail zugeschickt: a) entweder den virtuellen Lederhosenbandorden :-), oder b) das Computerspiel "NitschAsNitschCan" (gibts wirklich)
          • Verabschiedung und: seid nächstes Mal wieder dabei - im Raum Linz wie jeden Dienstag um 10h30 auf Radio FRO, oder im Freien Radio Salzkammergut wie jeden Mittwoch zwischen 12h30 und 13h  - es gibt wieder Musik und neue lustige Geschichten bei glechnerliestglechner! Pfüat Euch!

          20 Min. Mitschnitt aus dem KiK in Ried - Sendung am 29.1 (FRO) bzw. 30.1. (FRS)

            Presse dazu - vergröß. per click
          • Griechenlandreise

          Gottfried Glechner hier online zum nachhören!
          gelesen von W.G. am 22. Jänner 2013 im ausverkauften KiK  in Ried im Innkreis:
          1) Zwei Bauern werden auf einer Busreise ohne es zu merken in ein "Nachtlokal" geschleppt  - aus "Die Griechenlandreise" - Hörprobe aus dem letzten Abschnitt

          2)  "Serwas Toni" aus Lesung im KiK/Ried - Toni's Probleme mit dem Personengedächtnis
            Tags: Gottfried Glechner, Aufnahme, CD, Tonträger, Tonband, gelesen von Wolfgang Glechner

          Sternstein und Kundendienst - 22.1 (FRO) bzw. 23.1. (FRS)

           Zu Anfang ein Veranstaltungshinweis:
          >> GLECHNER LIEST GLECHNER - LIVE  in RIED im Innkreis, im KiK, am Dienstag, 22. Jänner 2013, 20h - Es liest: Wolfgang Glechner Musik: Josef Kili und Hermann Linecker 

          heutige Sendung:
          S letzte Mal, bei der Lesung vor oaner Wocha, hat der bairische Odysseus de Freier mitten währendn Feiern überrascht, und is eahn "mit der Maschin ins Gsicht gfahrn". Am schlimmsten hats den Meinrad derwischt, den Obergschaftl-Huber, der si schon sicher im Besitz des Erbes gsehgn hat: Den hat der Ludwig - in Notwehr freili - derschossen. In Notwehr freili, aber net ohne Lust - wia r er später, seltsam kleinlaut im Vergleich zo sein heldenhaften Auftreten während der Rache, seiner Frau Hedwig bekennt - neben anderen "Sünden". Sie muass eahm erscht zoagn, dass s'eahm nix nachtragt und eahm liab hat wia früher. Erscht dann entschliaßt si der Ludwig zon Bleibm.
          Nachher geht's nuh a paar Seiten lang um des Schicksal der anderen Freier. Vor allem de Demütigung von Heinrich dem Goldpfab bei sein Fluchtversuch durch den Abortdeckel und die Adelgrua wird ausführlich und genüsslich in allen Farben und Gerüchen geschildert.
          Und wia enddli a weng aRuah einkehrt am Hof, und a neuche Ordnung,  da derzoihlt der Ludwig vo seine Abenteuer in der Fremde:
          12. Gesang, Vers 387 - 401
          Während de Erzählungen taucht de Frage auf ob es notwendig war, dass der Ludwig in seiner Abenteuerlust seinerzeit furt is von Hof.
          Der Lambert, der Roßknecht, vertritt de bodenständige, konservative Position - und weist den jungen Sigi, den, wie einst den Ludwig, das Fernweh plagt, zurecht:
          12. Gesang, Vers 424 - 438
          Des is scho recht, was der Lambert da gsagt hat,  meint die Bäuerin, und bricht gleich anschließend eine Lanze auch für das Gegenteil: Für Abenteuerlust, Tollkühnheit, Neugier und Mannesmut - auch das muss sein:
          "Recht trauri wars doh auf der Welt, wann koan Bursch nimmer war, der an Berg anpackt vo der Gahseit  (Steilseite, eig.: jähen Seite)"
          Und als Resümee hören wir wenige Zeilen weiter:
          "Der Mensch is a Zwitter, es treibtn hin zo Wasser und Feuer"
          Der Mensch also als Wesen, das von gegensätzlichen Polen angezogen wird, und hin und herschwankt.
          Diese Gegensätze treten im Werk Gottfried Glechners häufig auf, die eine Seite oft als  Sehnsucht nach einem freien in den Tag hinein Leben als Bohemien, vazierender Bettler oder  Künstler und die andere reale Seite als angepasstes bürgerliches Leben voller Zwänge und Pflichten, aber auch Sicherheiten.

          Aber verfolgen mar nuh a weng des Schicksal der anderen Freier:
          De reden se, bei der Verhandlung, auf eahner Mitläufertum aussi, und da hat der Ludwig an Antwort:
          Ausklang, Vers 34 - 37
          Doch Ludwig ist bereit zu verzeihen, und als Buße verlangt er, dass die Männer einen seit Urzeiten auf dem Redl-Besitz liegenden riesigen Steinbrocken, den "Sternstein" (Meteor?), auf einen kleinen Hügel direkt neben dem Hof schleppen.

          So gewinnt Ludwig durch seine Nachsicht die begeisterte Mithilfe der einstigen Gegner, sogar bei der Ernte:
          Ausklang, Vers 67 - 90.

          Und dann heißt es " Und drauf habms s Haus baut für d' Freundschaft, Haus und Saal.."

          Es wird net ganz klar - ob des Haus nur symbolisch gmoant is, vor allem a Saal is schwer vorstellbar, der af oan oanzigen Stoan baut is, der ja bewegt worden is, wia mar ghört habm, also koan "Immobilie" is. Aber des hat der Gottfried sicher absichtlich offen lassen, und vialleicht hat er sogar a bisserl davon tramt, dass des Haus, des mehr a Denkmal is, amal irgendwo wirkli baut wird auf an Stoan, und dass vialleicht seine Schlussverse von bairischen Odysseus durt verewigt werden, af oaner Tafel aus schwarzen Meteorstein - der halb zo der Erdn ghört und halb zum Himmel:

          Ausklang, Vers 91 - 101

          Nach dem doch recht dramatischen und ernsten Schluß der Odyssee geht es nun weiter mit der eher heitern Geschichte vom Hosenkauf: Wir erinnern uns: Der Gruaber Sepp, ein extremer Einkaufsmuffel, hat gerade, zu seiner grenzenlosen Erleichterung, eine passende Hose gefunden im Kaufhaus. Die Freude währt allerdings nur kurz:

          SoundFile: Am Mond fliagn3

          Showdown am Redlhof - und die Qual der Wahl - 15.1 (FRO) bzw. 16.1. (FRS)

          • Sendung: Desmal steign mar glei wieder ein in den bairischen Odysseus:
          Zur Erinnerung:  S'letzte Mal san ma mitten in an Fest gwesen, wo gfeiert wird, dass der Bauer der Ludwig offiziell als tot erklärt is und der Hof den erbschleicherischen Meinrad unterstoillt wird. De Ludwig is unerkannt als Bettler bei der Feier dabei und muass si allerhand grobe Pflanzerei und Spott gfalln lassen, unter andern muaß er ah mit toan bein Stockschlagen - an alten Spuil, wo oaner einschaun muaß und derratn, wer auf sein Asch drafhaut*. Aber der Bettler Ludwig nutzt de Gelegenheit, dass er nah der Spuilregel ah zuhaun derf, und schlagt oan vo de frechen Zechbrüader so gewaltig auffi, dass'n ünter d'Bänk einireißt.
          Da steign ma wieder ein - und des mal - des versprich i enk - wird "nicht mehr gekleckert, sondern geklotzt" ...*
          • Aufnahme 11. Gesang Vers 217-3336 aus dem Buch: "Der bairische Odysseus", von Gottfried Glechner
          • In zweiten Teil der Wolfgang Glechner-Erzählung "Am Mond fliagn" wirds ah ernst desmal, an der Stoill, wo mir fortsetzen: Ernst nämlich mitn Hosenkaufenfürn Gruaber Sepp. Er steht grad in der Hosenabteilung des Kaufhauses und vor der Qual der Wahl in dem Meer von Hosen. Sepp macht dem Verkäufer ernsthaft Vorschläge, wie man die Hosenabteilung übersichtlicher organisieren könnte...
          • Die Texte gelesen hat diesmal Wolfgang Glechner.
          Moderiert hat...
          Nächste Woche gehts weiter - das große Aufräumen am Redlhof des Gottfried Glechner.
          Und bei Wolfgangs Hosenbaustelle gibt es das nächste Mal unerwartete Verwicklungen und ein Finale mit widerspenstigen Großtadteinwohnern, die zwar so obergscheit sind, dass sie auf den Mond fliegen können, aber dafür keine Knöpfe mehr einnähen können.
          Danke fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr seid das nächste Mal wieder dabei nächsten Woche selbe Zeit bei glechner_liest_glechner.  
          ENDE
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          Anmerkungen:
           Abb. 1 Lovis Corinth - Odysseus und die Freier, 1913/14
          * Diese Stunde des Zorns hat der Maler Lovis Corinth in seinem Werk 1913/14 aufgefangen. Diese Gemälde befinden sich heute in der "Berlinischen Galerie", dem Landesmuseum für moderne Kunst (in der Nähe des "Checkpoint Charly")

          Corinth scheint sich eines der Urthemen der Menschheit angenommen zu haben. Immer wieder drängen sich  Unberechtigte in ein Erbe, das sie nicht verdient haben.
          Quelle:  http://studgenpol.blogspot.com/

          Stockschlagen und Hosenkaufen - Sendg. 8.1. 2013 (FRO) bzw. 9.1. (FRS):

          Endlich gehts weiter mit dem bairischen Odysseus - danke den HörerInnen, die schon gespannt waren, für die Geduld.
          Diesmal schildert der Autor genüsslich wieder eine kleine vorweggenommenene Portion Rache - das Stockschlagen - ein weitverbreitetes Spiel, bei dem ein Einschauer erraten muss, wer derjenige war, der ihn auf den Hintern geschlagen hat.*

          Im zweiten Teil der Sendung liest Wolfgang Glechner den ersten Teil einer eigenen Erzählung: "Am Mond fliagn kinnans - oder: Wia der Gruaber Sepp a Hosn kaufen ganga r is" aus seinem dritten Buch "Der Fleischprogrammierer", das im Juli 2011 erschienen ist.

          Einleitung zur Heimkehr des  BAIRISCHEN ODYSSEUS
          Für de Zuahörer, de s erschte
          Mal zuahörn, a kurze Inhaltsangab des dritten Teils des Epos, betitelt „die Heimkehr“:

          Der Ludwig, der Bauer vom Redlhof, is jahrelang in Ausland gwen, wia sein antiker griechischer Schicksalsgenosse Odysseus, und kimmt unerkannt, inkognito, in sein Hoamat zruck….

          Durt muaß er entdecka,  dass si auf sein eigenen Hof a Haufen Gsindel broat gmacht hat, de se an sein Eigentum und Hab und Guat ungeniert bedienen, und alle Tag guat gehen lassen mit den, was eahn net ghört. Ja, sogar sein eigenen Sohn, der der rechtmäßige Erbe war, habms schon nachn Leben tracht. Der Ludwig gibt si hoamlich nach und nach seine ehemaligen Hausgenossen, seine treuen Deanstboten und seiner Familie zu erkennen, aber hoamli! – Für de Freier, des ungebetene Gsindel, des da sein Frau bedrängt und frech mit sein Eigentum urasst und damit protzt und umgeht,  als wia wann s eahna selm ghörat, für des Gsindel  spuilt er weider den Bettler, den armen Fechter. 
          Der Tag der Abrechnung, der Zahltag, is freili nimmer weit. Der Bettler nämli, der si zum Schein alle Demütigungen gfalln lasst, bereitet schon sein Rache vor, und sein Rückkehr ins eigene Haus und Eigentum als der rechtmässige Herr. Bei an groußen Fest, aner Art Zwangsverlobung seiner Frau mit den allerfrechsten Gschaftlhuaber, den Meinrad, der a richtige Krätzn is und Ausbund an Gemeinheit, Falschheit und  Frechheit, bei den Fest soilltats zur Abrechnung kemma …

          Zusätzliche Vorrede für 11. Gesang. Vers 0 .116 - 216
          Der Meinrad kündigt auf den Fest großspurig sein Vormundschaft an und spuilt den großen Gastgeber. Der Bettler derf ah mitessen und trinka, und lasst se den Spott und de Demütigungen vo de Freier mit eiserner Selbstbeherrschung gfalln*. A paar Mal blengitzt scho de Wut des eigentlichen Hausherrn hinter seiner gspuilten Demut außer und bald kamat's frühzeitig zon Eklat. Aber der Ludwig muaß si um Gotts Wuilln beherrschn – damit der wirkliche Umsturz net verdorbm wird.
          Da steign mar wieder ein in de Erzählung.

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          Anmerkungen:

          Österreichischer Meister um 1415:
          Die Verspottung Christi (Ausschnitt)
          * das bekannte Spiel "Stockschlagen" ist vermutlich so alt wie die Menschheit - es wird sogar in der Lukaspassion erwähnt: "Die Wächter trieben ihren Spott mit Jesus. Sie verhüllten ihm das Gesicht, schlugen ihn, und fragten ihn: Du bist doch ein Prophet! Sag uns: Wer hat dich geschlagen?"